Mehr als KI-Kompetenz: Eine Didaktik für demokratische Gesellschaften in Zeiten von KI

Tiefer Lernen in herausfordernden Zeiten
Unter dem Begriff Tiefer Lernen entsteht hier parallel zur Schulentwicklung und Vernetzung von Schulen eine Empirie-basierte didaktische Vision für Lernprozesse in demokratischen Gesellschaften unter den herausfordernden Bedingungen des 21. Jahrhunderts. Dabei spielen Wirkungen und Potentiale von Künstlicher Intelligenz eine besondere Rolle.
Ausgehend von Konzepten des Deep(er) Learning zielt Tiefer Lernen auf kompetente und wertorientierte Selbstlernende und bezeichnet ein pädagogisches und didaktisches Konzept, bei dem Lernende über reines Faktenwissen hinaus 21st Century Skills entwickeln, die ein tiefgehendes Verständnis von Inhalten und deren Anwendung fördern. Es zielt darauf ab, Lernende zu befähigen, Inhalte nicht nur auswendig zu lernen, sondern zu verstehen, kritisch zu hinterfragen und kreativ einzusetzen – Fähigkeiten, die sowohl für den Bildungserfolg als auch für das lebenslange Lernen essenziell sind.
Dabei werden insbesondere die Aspekte des Deep(er) Learning übernommen, die empirisch eine Wirksamkeit nachweisen oder aber den normativ-demokratischen Kern der Konzepte ausmachen. Hinzugefügt werden solche Aspekte, die in Meta Studien sowohl eine hohe Effektstärke als auch eine hohe Verlässlichkeit nachgewiesen haben.
Tiefer Lernen und Künstliche Intelligenz (KI) in Lernprozessen unterstützen sich gegenseitig, weil Tiefer Lernen ein Analyse- und Implementationskonzept für KI bietet und diese Tiefer Lernen wesentlich unterstützen kann, indem sie Lernprozesse personalisiert, interaktive und adaptive Lernumgebungen schafft und Lernenden ermöglicht, komplexe Fragestellungen eigenständig zu erforschen.
KI-Kompetenz wird dabei selbst zu einer Schlüsselqualifikation für das 21. Jahrhundert.
Diese Seite bietet Ideen und Unterstützung auf dem Weg zu tieferem Lernen in Zeiten von Künstlicher Intelligenz.

Fragmente auf dem Weg
Tiefer Lernen kann sowohl eine Grundlage für die Konzeption von Lernprozessen in der Schule und im lebenslangen Lernen sein, als auch strukturierte Impulse für die Weiterentwicklung von Schulen und die sie umgebenden Systeme bieten, weil es klare Prioritäten für bessere Lernprozesse in herausfordernden Zeiten setzt. Der Einzug großer Sprachmodelle in den Alltag der Menschen verändert dabei potentiell das Spielfeld, macht Veränderungen notwendiger denn je und kann bei systematischer Integration gleichzeitig wertvolle Unterstützung bieten.

Voraussetzungen
KI-Prävention ist ein wesentlicher und drängender Aspekt, um Lernen und Lernpotential zu erhalten und wesentliche negative Auswirkungen von KI abzuwenden.
Lernkompetenz
Umfassend und systematisch geschult kann KI-Kompetenz zu einer wesentlichen Komponente im Werkzeugkasten der Lernstrategien werden und Lernergebnisse verbessern.
Vertiefung und authentische Lernleistung
Der Schritt in die selbstgesteuerte und selbstbestimmte Arbeit an komplexen Aufgaben kann von KI moderiert und begleitet und dabei können 21st Century Skills ins Zentrum gerückt werden.
Analyse & Re-Learning
Künstliche Intelligenz kann einen wesentlichen Beitrag zu einem besseren Verständnis der individuellen Lernsituationen und Angeboten für Re-Learning leisten.
Instruktion
Bei der Konzeption von Phasen der Instruktion und insbesondere bei der Erhebung des Lernerfolgs im Bereich der Basiskompetenzen ist KI eine Schlüsseltechnologie.
Formatives Feedback
Feedback unmittelbar im Lernprozess als zentraler Erfolgsfaktor wird über KI genau dann möglich, wenn Lernende davon am meisten profitieren.
KI hat das Potential, im Sinne einer immer verfügbaren Lernbegleitung die Versprechungen von Tiefer Lernen erstmals für alle Schülerinnen und Schüler auch zu erfüllen.

